WINDMÜLLEN


Der Gemeindebezirk von Lourinhã ist besonders für seinen Bestand an Windmühlen bekannt, die zwar nicht mehr für die wirtschaftlichen Tätigkeiten früherer Zeiten genutzt werden, doch zweifellos ein wichtiger Zeuge der Jahrhunderte alten Traditionen unseres Volkes sind.

Auf der Anhöhe von Pinhoa, in der Gemeinde von Moita dos Ferreiros, ist es möglich aus nächster Nähe fünf im April 2000 vollständig restaurierte Windmühlen zu betrachten.

Drei davon behalten ihre traditionelle Aktivität bei, eine wurde in eine Bar (derzeit ohne öffentliche Nutzung) und die andere in ein Feriendomizil umgebaut.

Es ist hier möglich, mit dem Müller und seiner Gattin ins Gespräch zu kommen, einfache und freundliche Leute, die zur Freude von Kindern und Erwachsenen gerne das Tor zur Hauptmühle öffnen, diese (mit der dazu notwendigen äolischen Hilfe) in Gang setzen und Ihnen dabei alle Details hinsichtlich deren Funktionsweise erklären. Man lernt hier, dass es zwei unterschiedliche Mahlweisen gibt, eine für Mais und eine andere für Weizen, für welche Mühlsteine aus verschiedenen Gesteinsarten verwendet werden. Es wird gezeigt, wie die Feinheit des Mehls eingestellt wird und wie man den einen oder den anderen Mühlstein, oder auch beide gleichzeitig in Gang setzen kann.

Fast wie eine Reise in vergangene Zeiten und das ganz in der Nähe von Lissabon.

Sollten Sie Ihren Besuch an einem Sonntag planen, empfehlen wir Ihnen nach der Besichtigung der Windmühlen nach Moita dos Ferreiros hinunterzufahren und sich zur Kirche zu begeben. Denn genau an diesem Tag der Woche, der normalerweise zur Erholung dienen sollte, versammeln sich Freiwillige aus der Gemeinde zur gemeinschaftlichen Arbeit; und aus gespendeten kleinen Säcken Weizen- oder Maismehl, die in den Mühlen im Müßiggang des Windes hergestellt wurden, und der einen oder anderen typischen Paprikawurst (Chouriça) und etwas Griebenschmalz formen begabte Hände Weizenbrote, Maisbrote und kleine traditionelle Vesperbrötchen mit Paprikawurst und Griebe (Merendeiras) und verleihen ihnen einen besonderen Geschmack.

Ab 10.00 Uhr wird an der Kirche ein Schild angebracht, das besagt: “Há Pão Quente e Merendeiras” (“Es gibt warmes Brot und Vesperbrötchen”), und schon kommen diese schubweise aus dem Holzofen der Kirchengemeinde, genau so, wie sie bereits vor vielen Jahren im Dorf zubereitet wurden, mit unvergesslichem Geschmack, sowie einzigartiger Beschaffenheit und Langlebigkeit. Der Erlös wird für soziale Zwecke innerhalb der Gemeinde verwendet.

Der Platz im Freien ist öffentlich zugänglich und kann von jedem besucht werden.


Besuch der Windmühlen:
Junta de Freguesia da Moita dos Ferreiros: +351 261 459 484 / +351 919 314 074
Vera Silva (Moinho do Chico): +351 912 713 514

Juli und August - Montag, Mittwoch und Samstag von 9 bis 12.30 Uhr


Koordinaten: 39.249297, -9.238275

 

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